Das sonnige und trockene Frühjahr führte zu
einer frühen Blüte der Reben, die uns eine noch nie dagewesene Reifezeit für
unsere Rieslinge bescherte. Im Durchschnitt betrug diese 20 Tage mehr. Der
wasserreiche Sommer wirkte sich positiv auf die Entwicklung der Trauben aus
und bescherte uns einen optimalen Reifeverlauf. Der goldene Herbst mit
vielen Sonnentagen und kühlen Nächten ermöglichte uns eine stressfreie
selektive Lese. Jeder Weinberg wurde drei Mal von Hand selektiv ausgelesen,
um die Trauben im vollreifen Zustand zu keltern. Die Moste präsentieren sich
überaus aromatisch und erinnern an Pfirsich, Waldbeeren und Steinobst. Ein
Jahrgang, der Großes erwarten lässt. Adolf Schmitt vergleicht ihn mit den
Jahrgängen 1911, 1921, 1945, 1964 und 1971, die allesamt außerordentliche
Qualitäten hervorbrachten. Verkostungen der Moste, die nun langsam zu gären
anfangen, lassen uns mit hoher Erwartung ins neue Jahr blicken.
