König-Johann-Berg: Weinbautradition seit über 100 Jahren
Hinter einer engen Biegung des Flusses öffnet sich das Saartal. Die Gemeinde Serrig unter dem Schloss Saarfels liegt am rechten Ufer, steile Felsformationen zur Linken. Auf einem dramatischen Felsvorsprung befand sich zu keltischer Zeit eine Kultstätte, die Römer nutzten diese Formation militärisch als Wachtposten, später beteten dort Eremiten und christliche Mönche.
Hier lag in einer Kapelle auch der Sarkophag von König Johann von Böhmen, dem Namenspatron des König-Johann-Bergs im Serriger Tal. Später wurde der aus Luxemburg stammende Fürst in die Gruft seiner Ahnen umgebettet. 1838 ließ König Friedrich Wilhelm III. dort eine Kapelle errichten. Baumeister war der berühmte Karl Friedrich Schinkel. In der Neuzeit urkundlich nachweisbar ist der Weinbau in Serrig seit 1828. Ein Dokument von 1905 nennt den Notar Knepper als Winzer am König-Johann-Berg. Die Ruine seines Domizils steht bis heute an den beiden malerischen Teichen am Fuße des Weinbergs. Später wurde der Berg von einer Familie Milz bewirtschaftet.
